„Global Village“ am ÖGB-Kongress 2018: Nein zu Kinderarbeit! //

Von 12. bis 14. Juni fand im Austria Center Vienna der 19. ÖGB-Bundeskongress statt. Rund um den Kongress gab es auch eine Service- und Infomesse. Das internationale Referat im ÖGB und weltumspannend arbeiten zeigte sich im Rahmen dessen für das „Global Village“, dem internationalen Treffpunkt, verantwortlich. Die internationale Arbeit im ÖGB, Projekte, Kampagne und Ausstellungen wurden vorgestellt, darüber hinaus präsentierten ausgewählte NGOs ihre Aktivitäten. Im Lauf der drei Tage haben rund 700 Menschen das internationalen Dorf besucht. Gemeinsam konnte ein Ort geschaffen werden, an dem Solidarität, Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Respekt und die Achtung der Würde des Menschen im Mittelpunkt stehen.

Video: Rundgang durch das „Global Village“:

Thematischer Schwerpunkt beim „Global Village“ war der Kampf gegen Kinderarbeit

ÖGB-Präsident a.D. Erich Foglar beim Aktionsrad gegen Kinderarbeit

Kinderarbeit ist ein globales Problem. Die reichen Industrieländer sind, weil sie Produkte der Kinderarbeit kaufen, ebenso Teil des Systems wie die Erzeugerländer, wo Kinder für harte Arbeit herangezogen werden. Im Jahr 2002 wurde von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) erstmals der Welttag gegen Kinderarbeit ausgerufen, um ein kritisches Bewusstsein für die weltweite Ausbeutung von Kindern zu schaffen. Er findet jedes Jahr am 12. Juni statt.

Da der ÖGB-Kongress zeitlich mit dem Welttag zusammenfiel, haben wir uns entschlossen dieses Thema als Schwerpunkt für unser „Global Village“ zu setzen. Gerhard Riess (Gewerkschaft PRO-GE) nutzte die Gelegenheit, um insbesondere auf die Kinderarbeit im Kakaoanbau hinzuweisen. Die zahlreichen BesucherInnen – darunter auch einige Schulklassen aus Wien – hatten darüber hinaus die Möglichkeit sich beim Aktionsrad gegen Kinderarbeit und den 9 dazugehörigen Postkarten ausführlich über das Thema zu informieren (Die Themen der Postkarten: Konvention 138 * child work – child labour * Welttag gegen Kinderarbeit * Textilindustrie *  Bergbau * Landwirtschaft * Kinderarbeit im Kakaoanbau * Armut * Tourismus – Prostitution).

Das Aktionsrad (inkl. Postkarten) kann für Veranstaltungen und Aktionstage gerne ausgeborgt werden (Rückfragen an Michael Wögerer, +43 (0)664/2838491, michael.woegerer@oegb.at).

Stop Child Labour

Rund 60 befreundete Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus über 50 Länder und 5 Kontinenten haben als internationale Gäste am ÖGB-Kongress teilgenommen. Gleich zu Beginn, am 12. Juni, dem „Internationalen Tag gegen Kinderarbeit“, richteten sie eine klare Botschaft an die Welt: „Stop Child Labour“ (Stoppt Kinderarbeit!)

Bei der Rede von Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB), wurde das Aktionsfoto auf der Konferenz-Wall eingeblendet. „Am heutigen Welttag gegen Kinderarbeit bekräftigen wir unsere Verpflichtung zum Kampf für die Beendigung von Kinderarbeit und für eine Schulbildung für alle Mädchen und Jungen“, so Burrow. (gesamte Rede auf Deutsch)