Wien // Welttag für menschenwürdige Arbeit // Workers United //
07.10.2013, 18:00 Uhr //

Workers United. Von der Ausbeutung in Griechenland bis zur modernen Sklaverei in Katar.
Eine Veranstaltung von ÖGB und weltumspannend arbeiten zum Welttag für menschenwürdige Arbeit, in Kooperation mit Südwind.

Montag, 7. Oktober, 18 Uhr

ÖGB-Zentrale Catamaran, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien (U2-Station Donaumarina)

Anmeldung: kultur@oegb.at

Die Fußball-WM geht 2022 in die Wüste, genauer: nach Katar, wo beim Stadionbau nepalesische Bauarbeiter wie Sklaven gehalten werden und unter menschenunwürdigen und lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten müssen. Schon jetzt gibt es hunderte tote Bauarbeiter. „Katar ist ein Sklavenhändler-Staat. Um die Infrastruktur zu bauen, werden wahrscheinlich mehr Arbeiter sterben als die 736 Fußballer, die bei der WM auf dem Rasen stehen“, sagte Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes.

Die internationalen Gewerkschaften fordern, dass neu abgestimmt wird, ob die WM in Katar stattfinden darf.

Die Kampagne www.rerunthevote.org zielt darauf ab, Gewerkschaftsmitglieder, Fußballfans und natürlich auch alle anderen Menschen  dazu zu veranlassen, Druck auf die FIFA auszuüben, damit sie einen neuen Veranstaltungsort für die WM 2022 festlegt, falls die Arbeitnehmerrechte nicht respektiert werden. Für den österreichischen Teil der Kampagne findet am 7. Oktober eine Startschuss-Veranstaltung statt, zu der internationale Gäste österreichische Fußballfans, GewerkschafterInnen und politisch Interessierte über die Lage in Katar informieren.

Zuvor spricht Katarina Notopoulou über die Situation in Griechenland und die „Klinik der Solidarität“, auf die immer mehr GriechInnen wegen Einsparungen im Gesundheitswesen angewiesen sind.

TeilnehmerInnen:
+ Katarina Notopoulou, „Klinik der Solidarität“, Athen
+ Tim Noonan, Kommunikationsdirektor IGB , Leiter der Kampagne „Re-Run the Vote“
+ Abdeslam Ouaddou, marokkanischer Fußballer, lebt in Frankreich. Hat in Katar gelebt und gespielt. Er berichtet über die Missstände im
Land. Er ist das Gesicht der Kampagne auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=eCP5w_apA6g
+ Ramesh Badal, Anwalt, vertritt nepalesische Arbeitnehmer, die in Katar gearbeitet haben. Er kommt aus der nepalesischen Gewerkschaft GEFONT.

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