Begegnungsreise //

Warum weltumspannend arbeiten auf Reisen geht

Der Grundgedanke der Gewerkschaft ist von jeher international. BetriebsrätInnen, Gewerkschaftsverantwortliche wie ArbeitnehmerInnen verengen jedoch häufig ihren Blick und ihren Handlungshorizont und die an sich gefühlte Wichtigkeit globaler Zusammenhänge übersteigt den Energie- und Zeithaushalt. So führen die Probleme innerhalb des eigenen Landes, des eigenen Betriebes die Gewerkschaftsarbeit oft in einen gewissen „Nationalismus“. Dieser Negativspirale heißt es zu entkommen – durch internationale Solidarität.

„weltumspannend arbeiten“ versucht in der Bewusstseinsbildung „solidaritätshemmende Faktoren“ zu bearbeiten: durch Erschließen neuer Zugänge zur globalen Arbeitswelt, durch Aufbrechen von gewohnten Lebens- und Denkhorizonten, durch das Eröffnen von Zugängen, die sonst vielen Menschen – gerade im Milieu der Arbeitswelt – verschlossen bleiben würden. Eine der wichtigsten Methoden dafür sind Direktbegegnungen, einerseits durch die Organisation von Besuchen aus anderen Ländern, und andererseits durch das Besuchen von ArbeitskollegInnen in Ländern und Betrieben, mit denen eine Arbeitsbeziehung besteht. Das bewusste Reisen mit Vor- und Nachbereitung, das Bereitstellen von ÜbersetzerInnen, nicht nur im wörtlich-sprachlichen, sondern vor allem im gesellschaftspolitischen und kulturellen Sinn, wurde zu einem „Erfolgsgeheimnis“ der Arbeit von weltumspannend arbeiten.

_______________________________________

derzeit ist keine Begegnungsreise geplant

_______________________________________

Begegnungsreise nach Südafrika

weltumspannend arbeiten organisierte 2014 wieder eine Begegnungsreise – diesmal nach Südafrika!

19 TeilnehmerInnen nahmen an der Reise teil. Am Programm standen Besuche von Produktionsstätten, Gewerkschaften, NGOs, Außenhandelsstelle,…

Die ganze Reise kann im Reisebericht nachgelesen werden.

_______________________________________

Solidaritäts- und Studienreise nach Thessaloniki

Wann: 09.04.-13.04.2014

Griechenland ist zum Symbol für die wirtschaftliche und soziale Krise in Europa geworden. Massive Einsparungen haben breite Teile der Bevölkerung in Armut und Elend gestürzt und die Rechte von ArbeitnehmerInnen und Gewerkschaften wurden massiv beschnitten. Besonders betroffen von der neoliberalen Sparpolitik in Griechenland ist das Gesundheitssystem.

weltumspannend arbeiten hat sich entschlossen, eines dieser Zentren – die Klinik der Solidarität in Thessaloniki – zu unterstützen, einerseits um ganz konkrete Hilfe zu leisten und andererseits um anhand einer konkreten Kampagne über die katastrophalen Folgen der Spar- und Austeritätspolitik in Europa zu informieren.

Seit Beginn der Kampagne konnten durch verschiedenste Initiativen (Seminare, Spendensammlungen bei Kongressen, Gewerkschaftstagen, Vorträgen, etc.) österreichischer GewerkschafterInnen und BetriebsrätInnen sagenhafte 42.500,00 Euro gesammelt werden! Im November 2013 besuchten im Rahmen einer ersten Solidaritäts- und Studienreise 24 GewerkschafterInnen gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern und mit dem Vereinsvorsitzenden Peter Schissler die Klinik und lernten darüber hinaus die immer schlimmer werdende wirtschaftliche und soziale Lage der GriechInnen kennen.

Durch das große Interesse, gemeinsam für ein soziales Europa einzutreten und ein konkretes Zeichen internationaler Solidarität zu zeigen, hat sich weltumspannend arbeiten entschlossen diese zweite Reise durchzuführen.

Programm:

• Besuch der „Klinik der Solidarität“
• Besuch eines Krankenhauses und Gespräch mit BetriebsrätInnen/PersonalvertreterInnen
• Treffen mit VertreterInnen der Gewerkschaft GSEE
• Treffen mit ParteienvertreterInnen von PASOK und SYRIZA
• Treffen mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Widerstands- und Solidaritätsinitiativen

__________________________________________

„Von der Werkbank zur Weltbank – Chinas neue Rolle verändert die Welt“

Während der Reise wurden regelmäßig Updates gepostet: http://weltumspannendarbeiten.wordpress.com/

Weltumspannend arbeiten – der entwicklungspolitische Verein im ÖGB organisierte 2012 eine 14-tägige Begegnungsreise für österreichische BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen in die Volksrepublik China.

Von 17. bis 31. März 2012 machten sich 20 BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen von Unternehmen aus und in Österreich mit Produktionsstandorten in China auf den Weg, um die dortigen betriebsrätlichen und gewerkschaftlichen Strukturen zu erkunden. Begleitet bzw. organisiert wurde die Reise von Eva Prenninger (Projektleitung) und von der Dolmetscherin Lin Kullmann. Diese Reise war Teil eines Projekts von Weltumspannend arbeiten, das durch die Austrian Development Agency gefördert war.

Ziel der Reise war, neben Betriebsbesuchen den direkten Kontakt mit ArbeitnehmervertreterInnen und Gewerkschaften aufzusuchen, aber auch ArbeitsrechtsexpertInnen, zivilgesellschaftliche Gruppen, wie Nichtregierungsorganisationen zu besuchen und Informationen einzuholen und auszutauschen. Durch die direkte Begegnung mit KollegInnen in China konnten wir erfahren wie Menschen in China leben und arbeiten. Der Informations- und Erfahrungsaustausch hat uns geholfen, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen

Unsere Route führte uns von Shanghai über Suhou, Nanjing, Xian bis nach Peking führen. Folgende Betriebe wurden besucht:
HOERBIGER (Shanghai) Co., Ltd.
AVL List Technical Center (Shanghai) Co.Ltd
SKF (Shanghai) Automotive Technology Co.LTD.
Miba Precision Components (Suzhou) Co., Ltd.
Lenzing (Nanjing) Fibres Co., Ltd. und Linz Textil
PharmOps China – Beijing Novartis Pharma Ltd.
Neben diesen Betriebsbesichtigungen besuchten wir auch eine chinesische Seidefabrik, einen Solar-Modul-Produzenten, eine Landwirtschaft Hi-Tech Industrie Zone, den All-Chinesischen-Gewerkschaftsbund, das AußendhandelsCenter, die österreichische und deutsche Botschaft sowie ArbeitsrechtsexpertInnen und VertreterInnen von Nicht-Regierungsorganisationen.

Der Reise gingen zwei Vorbereitungstreffen voraus, welche am 9.12.2011 in Linz und von 2.3.-3.3.2012 in Wien stattfanden.