Heute starteten wir unser Programm! Ab zu BWM Rosslyn bei Pretoria und am Nachmittag ging es zur österreichischen Botschaft.

Die Werksbesichtigung konnte leider nicht wie geplant durchgeführt werden, da die Zulieferer in der Automobilindustrie streiken. Etwa 220.000 KollegInnen streiken in der Metallwarenindustrie. Unsere KollegInnen bekommen hier keine Streikunterstützung. Das bedeutet, dass die Streikkraft auf dem Rücken der ArbeitnehmerInnen und deren Familien ausgetragen wird.

Trotz der derzeitigen Umstände hatten wir das Glück, dass sich Simon Lekala sehr viel Zeit genommen hat. Simon gab uns neben einer Einführung zu BMW auch Informationen zum Streik sowie sehr persönliche Einblicke. Zum Schluss bekamen wir eine kurze Führung durch das Werk, in dem die Produktion derzeit still steht. Irgendwie komisch, wenn man üblicherweise nur laute Maschinengeräusche und sich im Takt bewegende ArbeitnehmerInnen an den Maschinen vorfindet.

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Die Mittagspause verbrachten wir beim Voortrekkerdenkmal mit einem traditionellem Mittagessen in der Blechkantine. Wer mehr zum Denkmal wissen will: http://de.wikipedia.org/wiki/Voortrekkerdenkmal

Danach hatten wir noch die Möglichkeit die österreichische Botschaft zu besuchen. Herr Gärtner (stv. Missionschef) gab uns eine Einführung zu Politik und Wirtschaft in Südafrika und beantwortete allerhand Fragen, die im Laufe des Gesprächs auftauchten. Die Botschaft hier betreut 10 Länder im südlichen Afrika.

Hier gibt’s noch mehr Infos: http://www.bmeia.gv.at/botschaft/pretoria.html

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Morgen geht es dann zu ESKOM und am Abend treffen wir Frau Predorf vom Außenwirtschaftscenter der WKO mit einer Gruppe von österreichischen Wirtschaftstreibenden in Südafrika.

Und nun hoffen wir weiter, dass die Koffer heute in der Nacht kommen….9 Personen warten auf ihr Gepäck! Die Daumen sind gedrückt!

 

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1 Kommentar

  1. Wow! Da streiken gerade 220.000 Menschen!? Das entzieht sich ja weitgehend der österreichischen Vorstellungskraft! Habt ihr mehr Eindrücke von dem Streik gewinnen können? Wie lange wird schon gestreikt und wie ist da die Lage? Wie organisieren sich die Streikenden, wenn sie keine “Streikunterstützung” bekommen? (Ich nehme an, mit “Streikunterstützung” sind Maßnahmen/Ressourcen von Gewerkschaften gemeint.) Welche Rolle nehmen Gewerkschaften dabei ein?
    Fragen über Fragen… ;)
    Wahrscheinlich nicht uninteressant, was WKO-Leute dazu sagen, ich nehme aber mal an, es stehen auch Treffen mit Gewerkschafterinnen auf dem Programm – auf die Berichte bin ich schon mal bei Weitem mehr gespannt!


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