Lehrgang //

Global denken, global handeln!

Ob wir wollen oder nicht, Globalisierung ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Die zunehmende Globalisierung macht es möglich, dass Kapital, die Produktion von Waren und die Arbeitskraft immer weniger an einen Ort gebunden sind.

Während wir in Europa von den billigen Produkten profitieren, werden in den Entwicklungsländern Menschen und Natur hemmungslos ausgebeutet. Die Verlagerung der Produktionen in so genannte Billiglohnländer bedeutet für die Entwicklungsländer zwar Wachstum, nicht aber menschliche Entwicklung.

ArbeitnehmerInnen in den Ländern des Südens werden aber auch als Bedrohung wahrgenommen und die Furcht vor einem Arbeitsplatzverlust durch Unternehmensverlagerungen ins Ausland nimmt zu. Schon die Drohung, Produktionen zu verlagern, macht Gewerkschaften und ganze Staaten erpressbar. Ein Wettlauf nach unten ist die Folge.

Damit Menschen in Entwicklungs- und Industrieländern nicht unter die Räder kommen, hilft nur eins: Gewerkschaften und NGOs müssen weltweit zusammenarbeiten! Wie wir globale Strukturen gemeinsam verändern, mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf der ganzen Welt kooperieren können und wie wir dadurch alle profitieren – das erarbeiten wir im Lehrgang.

 

Wer? Die Zielgruppe:
Der Lehrgang richtet sich an MitarbeiterInnen von Gewerkschaften und ÖGB, BetriebsrätInnen und Gewerkschaftsmitglieder ebenso wie an MitarbeiterInnen von NGOs, die im Bereich soziale Menschen- und Arbeitsrechte aktiv sind. Alle TeilnehmerInnen sollen sich für internationale Gewerkschaftsarbeit interessieren und zu deren Stärkung aktiv beitragen wollen. Die TeilnehmerInnen werden während des gesamten Lehrgangs durch MentorInnen aus dem gewerkschaftlichen oder NGO-Bereich begleitet und unterstützt.

Warum? Die Ziele:
Globales Handeln braucht globales Bewusstsein: Ein Ziel des Lehrgangs ist es, globale Zusammenhänge erkennen, verstehen und hinterfragen zu können. Auf dieser Basis werden die TeilnehmerInnen, ausgehend von ihren eigenen beruflichen Kontexten, konkrete gewerkschaftliche Handlungsmöglichkeiten auf globaler Ebene entwickeln.

Globales Bewusstsein braucht Vernetzung: Kontakt mit Gleichgesinnten aus aller Welt ist besonders wichtig! Deshalb werden immer wieder spannende Gäste aus verschiedenen (Entwicklungs-)Ländern und Zusammenhängen in den Lehrgang eingeladen. Aber auch innerhalb Europas gibt es einerseits Unterschiede und Spannungsfelder, aber auch Anknüpfungspunkte für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Es finden daher gleichzeitig Lehrgänge in den Partnerländern (Rumänien, Bulgarien, Polen, Litauen und Brasilien) statt. Im Lehrgang werden Möglichkeiten geschaffen, sich zu begegnen, über Grenzen hinweg auszutauschen, gemeinsam und voneinander zu lernen.

Globales Bewusstsein soll verbreitet werden: Daher sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lehrgänge als MultiplikatorInnen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in ihrem persönlichen Umfeld weitergeben. Unterstützt durch das Lehrgangsteam, inspiriert von den Vorträgen und ausgestattet mit Materialien steht dem persönlichen Engagement nichts mehr im Weg!

Das Schlagwort Globalisierung ist in aller Munde. Und tatsächlich sind gerade Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der ganzen Welt massiv von Globalisierung betroffen. Multinationale Konzerne nutzen globale Strukturen geschickt aus, um ihre Profite immer weiter zu steigern: Wenn Arbeit in „entwickelten“ Ländern zu teuer wird, verlagern sie Produktionen und immer mehr auch Dienstleistungen in Billiglohnländer – sehr oft so genannte Entwicklungsländer.

Mit fehlenden Sozialstandards, Arbeitsrechten und Umweltauflagen lässt sich billig produzieren…Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verlieren hier wie dort: Schon die Drohung, Produktionen zu verlagern, macht Gewerkschaften und ganze Staaten erpressbar. Ein Wettlauf nach unten ist die Folge. Weltweite Wirtschaftskrisen verstärken diese Entwicklung noch.

Damit Menschen in Entwicklungs- und Industrieländern nicht unter die Räder kommen, hilft nur eins: Gewerkschaften müssen weltweit zusammenarbeiten! Wie wir globale Strukturen gemeinsam verändern und mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf der ganzen Welt zusammenarbeiten können und wie wir dadurch alle profitieren – das erarbeiten wir im Lehrgang.

Wie? Anmeldung und Abschluss:
Anmeldung:
– Anmeldung bis spätestens 31.05.2016 an gudrun.glocker@oegb.at und www.voegb.at
– Motivationsschreiben
– Aufnahmegespräch

Abschluss:
– Aktive Teilnahme an allen Modulen
– Bearbeitung von Themen- und Gruppenarbeiten zwischen den Modulen
– Erstellung eines konkreten Konzepts: Eigenes Engagement nach dem Lehrgang
– Präsentation des Konzepts und Abschlussgespräch

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Lehrgang positiv abschließen, erhalten ein Zertifikat des VÖGB.
Wann? Die Module:
19.09.2016 – 21.09.2016 Modul 1: Wir sind international!
02.11.2016 – 04.11.2016 Modul 2: Brot und Rosen. Von Arbeit in Würde
30.11.2016 – 02.12.2016 Modul 3: Über Globalisierung
25.01.2017 – 27.01.2017 Modul 4: Perspektivenwechsel
01.03.2017 – 03.03.2017 Modul 5: Global vernetzt
06.04.2017 – 07.04.2017 Modul 6: Konflikte und Bewegungen – voneinander lernen, mit der JKU Linz
17.05.2017 – 19.05.2017 Modul 7: Los geht’s!
15.11.2017 – 17.11.2017 Modul 8: Das Modul danach

Kosten

Der Lehrgang ist kostenlos, für die Nächtigung wird ein Beitrag von 12,- €/Person/Nacht eingehoben (gesamt 180,-€)

Wo?
> Bundesinstitut für Erwachsenenbildung
Bürglstein 1-7, A-5350 Strobl am Wolfgangsee

Weitere Informationen auf www.fairearbeit.at